Städteportrait St. Gallen

St_Gallen

Die Stadt St.Gallen
St.Gallen zählt rund 80’000 Einwohnerinnen und Einwohnern und ist damit die achtgrösste Stadt der Schweiz. Das wirtschaftliche Zentrum der Ostschweiz, gelegen auf rund 700m über Meer, ist bekannt für seine Stickereien. Touristisch interessant ist insbesondere die Stiftsbibliothek (UNESCO_Weltkulturebene) und alljährlich zieht die OLMA in Herbst Hunderttausende Besucherinnen und Besucher an.

Vertretung der Stadt St.Gallen im Netzwerk
Die Alterspolitik ist in der Direktion Soziales und Sicherheit und dort in der Dienststelle Gesellschaftsfragen angesiedelt. Zuständig für das Dossier Alter und Generationen ist Jasmin Kleiner. Als Pflegefachfrau studierte sie Pflegemanagement und ist Gerontologin (M.Sc.). In der Dienststelle Gesellschaftsfragen werden weitere gesellschaftliche Themen bearbeitet, wodurch institutionelle Schnittstellen etwa zu Integration, Gesundheit, Behinderung und Inklusion sowie zur Quartierarbeit vorhanden sind.

Motivation der Stadt St.Gallen für ihr Engagement im Netzwerk
Die Mitwirkung im Netzwerk altersfreundlicher Städte bietet der Stadt St.Gallen eine wichtige Austauschplattform, um die städtische Alterspolitik weiterzuentwickeln und gemeinsam mit anderen Städten Lösungsansätze für zukünftige Herausforderungen zu erarbeiten.

Hauptziele der städtischen Alterspolitik
Die künftige Ausrichtung der Alterspolitik der Stadt St.Gallen wird derzeit in einem umfassenden Strategieprozess neu erarbeitet.

Aktuell liefert das Grundlagenpapier «Alters- und Generationenpolitik der Stadt St.Gallen» aus dem Jahr 2010 die Ausrichtung und den Rahmen. Dabei wurde erstmals das Verhältnis der Generationen explizit thematisiert. Das besagte Dokument enthält folgende Leitgedanken:

  • Ältere Menschen sollen, unterstützt durch ambulante Angebote, so lange wie möglich zu Hause leben können. Dazu sollen alternative Wohnformen gefördert und ambulante Dienste ausgebaut werden.
  • Die soziale Teilhabe älterer Menschen und die Solidarität zwischen den Generationen soll gefördert werden. Mobilitätseinschränkungen sollen abgebaut und Generationenprojekte finanziell gefördert werden.

Eine grosse Herausforderung für die Stadt St.Gallen stellt die historisch gewachsene Struktur der Altersversorgung dar. Geprägt von einer liberalen Sozialpolitik hat sich insbesondere im stationären Bereich eine überaus vielfältige Landschaft von Angeboten gemeinnütziger Trägerschaften herausgebildet. Deren übergeordnete Steuerung und Einbindung in eine kommunale Strategie ist anspruchsvoll und stellt hohe Anforderungen an die Koordination der verschiedenen Dienste, aber auch an die Information und Beratung, damit ältere Menschen das für ihre Lebenslage passende Angebot finden.

Ein weithin bekanntes innovatives Vorhaben aus St.Gallen ist die hier ansässige Stiftung Zeitvorsorge, die Mitte 2014 zusammen mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen als Pionierprojekt entwickelt wurde: Rüstige Rentnerinnen und Rentner unterstützen ältere Menschen. Im Gegenzug erhalten sie Zeitgutschriften, die sie bei eigenem Bedarf gegen Leistungen eintauschen können. Nach einer positiv ausgefallenen externen Evaluation gehört sie seit 2018 zum städtischen Regelangebot.

Stadt St.Gallen, Bereich Alter
Zeitvorsorge